Management Wolfsabwehr

Geführte Herdenschutzhunde zeigen dem Wolf „Hier ist eine Grenze!“

Mobil geführte / stationäre Herdenschutzhunde 

Patrouillenhundearbeit im Wolfsgebiet erfordert höchste Aufmerksamkeit

Lieber Interessent und Nutztierhalter, 

wir haben viel von Euch erfahren, Euch zugehört, verstanden und verarbeitet. Hier nun das Ergebnis:

Potentielle Konflikte sehen wir zum einen im mangelnden Erfahrungsschatz mit Herdenschutzhunden und leider auch oftmals in der Einstellung des Nutztierhalters, im räumlichen Umfeld der Nutztierherde wie Einwohner und Touristen, vor allem in der noch fehlenden Rechtslage zur Haltung von Herdenschutzhunden. Verständnis für die Eigenständigkeit der Herdenschutzhunde aufzubringen, fällt den meisten Nutztierhaltern schwer, beschränken sich doch ihre Erfahrungen in der Regel auf die leichter zu erziehenden Hütehunde. Kompetente Menschen werden bestätigen, dass es nicht reicht, einen „ausgebildeten“ Hund zu erwerben, sondern mit den zielgerichtet ausgesuchten Welpen eine Beziehung zu Mensch und Nutztierherde aufzubauen. Das Herdenschutz-Ausbildungs-Zentrum, mit Standorten in Thüringen und Schleswig-Holstein, bietet Schulungen zum Herdenschutz an.

Als Möglichkeiten zur Wolfsabwehr empfehlen wir den bundesweiten Einsatz einer Eingreiftruppe HSH

1. Einsatz in betroffenen Herden, wo der Standardschutz versagt hat, z. B. beim Auftreten von Wölfen, die es gelernt haben, Elektrozäune zu überspringen
2. Arbeiten mit vorhandenen Herdenschutzhunden mit Betreuung durch einen erfahrenen Herdenschutzhundeführer
3. Veranschaulichung des Einsatzes von Herdenschutzhunden AN der Herde und Anlernen des betroffenen Schäfers

 
Das Patrouillieren mit Herdenschutzhunden wurde als eine Methode zur Verhinderung von Prädation in Wolfsgebieten mit Schafhaltung bewertet. Im Gegensatz zu stationären Herdenschutzhunden sind pa­t­rouil­lierende Herdenschutzhunde mobil geführte Herdenschutzhunde die sozial mehr an ihre Menschen gebunden sind und ihrem Hundeführer in verschiedene Sektoren folgen. Diese Hunde sollten erwachsene, mindestens drei Jahre alte Herdenschutzhunde sein. Sie sind für diese Aufgabe prädestiniert, wenn sie mit der richtigen, artgerechten Erziehung aufgewachsen und entsprechend sozialisiert wurden. Deshalb ist nicht jeder Herdenschutzhund „speziell„ für diese anspruchsvolle Arbeit geeignet.

Teamarbeit Hund Mensch
1 Arbeitsteam besteht aus Sicherheitsgründen (da auch nachts gearbeitet wird) aus:
2 Hundeführern, 4 Herdenschutzhunden (intakte Rüden und/oder Hündinnen)
Empfohlen werden pro Bundesland mit Wolfsvorkommen jeweils 4 Teams aus:
8 Hundeführern, 16 Herdenschutzhunden

Eine territoriale Vergrämung benötigt bis zur vollen Wirksamkeit 10-14 Tage.

Die Verletzungsgefahr von Menschen, Wölfen und Hunden bei dieser Form der Vergrämung ist praktisch ausgeschaltet. So wird den Vorgaben der gesetzlichen Grundlagen zu 100% Folge geleistet. Erfahrungsgemäß ist und bleibt der Herdenschutzhund im Vergleich mit anderen Präventionsmethoden eine der besten Lösungen, um Nutztiere vor Angriffen ausreichend zu schützen. Herdenschutzhunde sind hoch spezialisierte Territoriumswächter, deren territoriale Bindung in sehr ursprünglicher Form erhalten geblieben ist und weitgehend der des Wolfes entspricht.
Die Schutzfunktion eines Herdenschutzhundes ist also nur der Nebeneffekt einer ehemals wölfischen Lebensstrategie.

Der Vorteil von Patrouillieren mit Herdenschutzen:
– Sogenannte „Problemwölfe„ entwickeln sich erst gar nicht
– Es kann auch in Siedlungsgebieten gearbeitet werden
– Die Landesregierungen haben dadurch ein sicheres Werkzeug für die aktive „Vergrämung„
– Nutztierhalter profitieren von den Bemühungen der Landesregierungen
– Das Einsparen von Präventionen ist zu erwähnen (ca. 1/3 der Gesamtkosten)
– Die Ausbildung von Hundeführern ist eine adäquate Maßnahme im Rahmen aller gesetzlichen Grundlagen zum
Thema „Vergrämung Wolf„.

Wir bilden unter kynologischen Gesichtspunkten aus – Herdenschutzhunde und ihre Menschen.

Ihr TEAM Herdenschutz-Ausbildungs-Zentrum